13. August 2017: Gartenschau Kaiserslautern - Fest der Kulturen

Die Gemeinnützige Integrationsgesellschaft Kaiserslautern mbH (iKL) lud ein zum Fest der Kulturen auf der Gartenschau Kaiserslautern

13. August 2017: Gartenschau Kaiserslautern - Fest der Kulturen

Fest der Kulturen - Trommelworkshop

Zum Fest der Kulturen auf der Gartenschau in Kaiserslautern begrüßten auf der Musikbühne im Neumühlepark Walfried Weber, Präsident der Lebenshilfe Westpfalz, und Dr. Christoph Dammann, Direktor des Kulturreferates Kaiserslautern, viele Gäste.

 

Moderator Max Sprengart führte sowohl hier als auch auf der Freilichtbühne durch das umfangreiche Programm, das sich interkulturell präsentierte.

 

„Es ist normal verschieden zu sein“ unter diesem Motto setzt sich die Lebenshilfe Westpfalz e.V. für Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige ein. Bei dem Fest der Kulturen sieht die Lebenshilfe dieses Motto aus einem weiter gefassten Blickwinkel. Es geht insbesondere um das Eintreten für kulturelle Vielfalt, eine offene Atmosphäre von Verständnis und gegenseitiger Achtung, von solidarischem und friedlichem Miteinander.

Auf der Freilichtbühne begann um 11.00 Uhr die Landsmannschaft Deutsche aus Russland auf der Freilichtbühne ihre Präsentation traditioneller Tänze in verschiedenen farbig prachtvollen Kostümen, die sich über den ganzen Tag zog.
Eine besondere Einlage mit orientalischem Tanz gab es von Shiwa & Raks al Ahlam, einer Bauchtanzgruppe, die sich unter der Leitung von Christa Albert (Shiwa) aus einem Volkshochschulkurs in Kaiserslautern bildete.
Dazwischen spielte die Gruppe Bahar Narenj klassische und traditionelle Musik der verschiedenen Regionen und Völker Irans.
Ebenso erfreute der in Ankara geborene internationale Puppenspieler Hakan Arisoy mit seinen selbst kreierten und gebauten Marionetten das Publikum.
Um die Freilichtbühne herum waren Stände verschiedener Nationen neben Informationen mit kulturellen (z.B. Henna-Malerei) und kulinarischen (amerikanisches Popcorn, russische, iranische und türkische Köstlichkeiten) Angeboten aufgebaut.

Im Neumühlepark gab es Straßentheater mit kommunikativen Stelzengiraffen (Teatro Pavana aus Amsterdam/Venedig) und Haar-Künstlern mit mobilem Friseursalon (Interaktive und inklusive Gruppe des Hijinx Theatre aus England) sowie die Zirkusvorstellung „Rapunzel“ (brillante Artistik in luftiger Höhe und Jonglage am Hochseil vom Circus UnARTiq aus Deutshcland).

Im Park an verschiedenen Orten präsentierte sich mit Shows und Workshops die Gruppe „Afrika“ um den aus dem Senegal stammenden und im Saarland lebenden Max Bousso.
In Workshops mit der Bechertrommel, Djembé genannt, werden kleinen und großen, behinderten und nicht behinderten Menschen Rhythmusgefühl und viel Freude vermittelt.
Ein Trio zeigte beeindruckend afrikanischen Tanz und Limbo unter der Feuerstange.

Im Eingangsbereich der Gartenschau gab es zwei Auftritte zu bewundern.
Zum einen die französische Combo L’Espérance de St-Coin, die ihre Präsentation Auguste Fantasy um und mit einem überdimensionalen Bilderrahmen interaktiv und zur totalen Begeisterung des Publikums aufführte - Musikcomedy mit jazzigem Brass-Sound und viel Humor!
Zum anderen zeigte die Theatergruppe „LABADU“ der Lebenshilfe Westpfalz ihr Stück „Die Schöne und da  Biest“. Hier wird ohne Sprache mit Mimik und Gestik in selbst entworfenen Kostümen, untermalt von aktueller Musik von Schlager über Pop bis Rap, den Zuschauern die Geschichte dargeboten. Mit viel Engagement, zahlreichen vorausgegangenen Proben und super viel sichtbarer Freude haben die „Schauspieler“ unter der Leitung von Andrea Stasche agiert, was mit großem Applaus belohnt wurde.

Auf der extra eingerichteten Musikbühne im vorderen Bereich des Neumühleparks spielte die interkulturelle Kaiserslauterer Band SHAIAN, das sind Musiker aus Afghanistan, Eritrea, Iran, Syrien, Indonesien, Tunesien und Deutschland. Dagmar Kern und Michael Halberstadt haben die Gruppe 2015 gegründet. Die Musiker bringen dabei ihre eigene Kultur, ihre Spiel- und Interpretationsweise ein. Dadurch entsteht ein unverwechselbarer multikultureller Sound. Das musikalische Repertoire spannt sich von traditioneller Musik der verschiedenen Kulturen bis zu eigenen Interpretationen moderner Songs aus den Charts.
Zum Schluss des Festes brachte die Freiburger Band EL FLECHA NEGRA nochmals Südamerikanisches Feeling in den Park. Die Musiker aus Chile, Peru, Mexiko, Spanien und Deutschland verbinden traditionelle Stile wie Cumbia und Swing Ranchera mit Reggae, Surf und Mestizo-Sounds. Eine richtungsweisende Mischung, die erstaunlich stimmig rüberkommt und direkt ins Herz trifft. Jahrelange Bühnenerfahrung und tiefe Wurzeln in der Musikszene Lateinamerikas und Barcelonas kommen in dieser jungen und charismatischen Band zusammen. Manchen Zuhörern gingen die Rhythmen direkte in die Beine und veranlassten sie zum Tanzen. Ein gelungener Abschluss des internationalen Festes der Kulturen.

Mit dem Fest der Kulturen möchte die Lebenshilfe zur Begegnung und zum Austausch beitragen, sowie Offenheit und Toleranz fördern. Es geht um das Praktizieren, Feiern und Sichtbarmachen kultureller Vielfalt.

Kaiserslauterer Migrantenvereine gaben einen kulturellen und kulinarischen Einblick in ihre Kultur. Rund 60 festivalerprobte Künstler aus rund 20 verschiedenen Nationen von den Niederlanden über Eritrea bis Mexiko zeigten, wie Musik, Tanz und (Straßen-)Theater die Menschen aus den verschiedensten Regionen der Welt zusammenführt.


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