11. Juli 2017: Sommerredaktion in Kibo

Intensives Gespräch über die Lebenshilfe Westpfalz und ihre Präsenz im Donnersbergkreis

11. Juli 2017: Sommerredaktion in Kibo

Margita Schreier und David Lyle mit Sebastian Stollhof von der Rheinpfalz

Die Lebenshilfe Westpfalz war zur Sommerredaktion der Rheinpfalz nach Kirchheimbolanden eingeladen.

Im Schlossgarten begrüßte Redaktionsleiter Sebastian Stollhof David Lyle, Geschäftsführender Vorstand, und Margita Schreier, Präsidiumsmitglied und Besondere Vertreterin für die Wohnstätte in Kirchheimbolanden, von der Lebenshilfe Westpfalz.

Anknüpfend an das Theater/Musik/ Fest BEGEGNUNG IN DER KUNST, das am Wochenende im Schlosspark stattfand, ging es um die Frage: „Für wen ist die Lebenshilfe da?“.

 

Die Antwort war ganz einfach: „Für die Menschen als Mitglieder der Gesellschaft, die das Recht der Teilhabe am Alltag aber auch die Pflicht, sich an bestimmte Bedingungen zu halten, haben.“

Das zeigt sich in Kirchheimbolanden schon daran, dass die Menschen mit Behinderung in der Wohnstätte ihr Zuhause haben und mitten in der Stadt und der Gesellschaft leben, und somit im täglichen Leben in Kirchheimbolanden selbstverständlich sind  Bei den Workshops als Aktive und beim Festival als Besucher sind Bewohner, Betreuer, Angehörige und Familien mit Kindern immer als Besucher und Teilnehmer dabei.

Der Lebenshilfe sind ihre Menschen und deren Angehörige das Anliegen, sowie die Integration und die Teilhabe des einzelnen Menschen in und an der Gesellschaft.

Im Donnersbergkreis gibt es drei Einrichtungen der Lebenshilfe Westpfalz:

Die integrative Kindertagesstätte Regenbogen in Rockenhausen, Nachfolgerin des heilpädagogischen Kindergartens, sieht ihre Arbeit in der Vielschichtigkeit der Herausforderung für Kinder, Eltern und Mitarbeiter. Durch die Integration hat sich der Blickwinkel der Betrachtung geändert und ein behutsamer und langsamer Aufbau ist anzustreben. Alle müssen Erfahrungen machen, Hürden sind abzubauen und ein integratives Arbeiten wird durch die Wahrnehmung des Alltagsgeschehens wesentlich unterstützt. Es muss die Mischung der Kinder betrachtet werden um die Strukturen anpassen zu können und in der Erziehung mit Fördern und Fordern unter Achtung der Persönlichkeit erreichbare Ziele angestrebt werden.

Die nächste Einrichtung ist die Tagesförderstätte in Kirchheimbolanden, in der Menschen mit hohem Hilfebedarf betreut werden. Die Menschen erhalten eine Tagesstruktur und verschiedene Angebote, bei denen sie eine individuelle Aufgabe mit Freude übernehmen. Hier ist das Ziel, diese Menschen in die Arbeitswelt einzubinden. Das könnte in
Integrationsbetrieben mit individueller Betreuung umgesetzt werden.

Die Wohnstätte der Lebenshilfe in Kirchheimbolanden befindet sich im Gebäude des ehemaligen Bayerischen Bezirksamtes. Sie hat gerade 30jähriges Jubiläum gefeiert. Die Wohnstätte bedarf dringend einer Instandsetzung (Barrierefreiheit, Sanitärräume, etc.), was kostenmäßig nicht zu leisten ist. Deshalb soll eine neue Einrichtung geschaffen werden, möglicherweise mit zwei Standorten, um neuen Lebensraum für die Bewohner zu schaffen. Dabei ist es für Bewohner und Angehörige wichtig, dass die Menschen möglichst in ihrer gewohnten Umgebung, nämlich in der Stadtmitte, bleiben sollten.
Ziel für die Menschen mit Behinderung sind ein selbstbestimmtes Leben und eine ambulante Versorgung, aber auch Freizeitangebote im ambulanten Bereich, um auch die Angehörigen immer mal zu entlasten.
Hier sind noch viele Fragen zu beantworten, was in einem gemeinsamen Zusammenarbeiten aller Beteiligten und Verantwortlichen sicherlich umsetzbar ist, im Sinne der Menschen mit Behinderung und ihrer Teilhabe am Leben.

 

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